Schwarze Schwäne
Hamburger Sprechwerk / 2026

Schwarze Schwäne

von Christina Kettering / Regie, Ausstattung + Dokumentarfilm

„Ein Theaterabend, der lange nachgewirkt hat. Einer dieser seltenen Momente, in denen man nach der Vorstellung einfach sitzen bleibt, still und bewegt. Das Stück hat mich auf eine leise, aber eindringliche Weise kalt erwischt – angenehm, nachdenklich, ehrlich.“

Vasilios Zavrakis
(Schauspieler)

Schwarze Schwäne

von Christina Kettering
Hamburger Sprechwerk / 2026

Mit Lisa Karlström, Nina Sarita Balthasar, Birgit Welink

Regie, Ausstattung + Dokumentarfilm Anton Pleva
Dramaturgie+ Kristina Nadj
Musik Birgit Welink
Dokumentarvideo Oliver Fantitsch

Interviewpartnerinnen Gisela Alexander, Gerda Droste, Margarete Kiel, Heidrun Rahlmeier und Eva-Maria Sporleder

inhalt

Zwei Schwestern. Eine pflegebedürftige Mutter. Die Jüngere nimmt sie bei sich auf – aus Pflichtgefühl, aus Nähe, aus dem Wunsch, es richtig zu machen. Doch zwischen Kindern, Haushalt und Pflege gerät sie an ihre Grenzen. Abhilfe soll Rosie schaffen: ein humanoider Pflegeroboter. Präzise, lernfähig, unermüdlich. Rosie übernimmt die Versorgung, ordnet den Alltag, beruhigt die Lage. Doch je besser Rosie funktioniert, desto mehr verschiebt sich das familiäre Gefüge. Nähe wird simuliert, Verantwortung abgegeben, Kontrolle verlagert. Was als Entlastung beginnt, kippt. Am Ende steht nicht mehr die Frage, wer pflegt – sondern wer entscheidet.

Kritik

„Ein wirklich nachwirkender Theater-Abend um Leben, Pflichten, Älter- und Altwerden und die Lockungen der scheinbar größeren Freiheiten durch die neue Erfindung der KI. (…) In die Aufführung und Handlung sind mehrere Interviews mit wirklich alten Frauen eingefügt, alle mindestens über 80. (…) Anton Pleva, – man kann sich den Namen merken -, inszeniert das Stück ebenso unaufdringlich wie fehlerfrei und hat auch für die Ausstattung gesorgt (…) Die so unterschiedlichen Schwestern werden von Lisa Karlström und Nina Sarita Balthasar gespielt: intensiv und einfühlsam. (…) Alle akustischen Effekte präzise eingesetzt von Birgit Welink, die auch, sozusagen nebenbei, die KI-Puppe spielt.“

 

Wolfgang Mielke (Weltexpresso.de)

„Ein unglaublicher Abend mit drei großartigen High-End-Schauspielerinnen. (…) Ergreifend, authentisch, witzig und schonungslos. Und wenn am Ende die Wirklichkeit eindrucksvoll das Theater übernimmt, findet sogar der Horror für ein paar Momente seinen Frieden. (…) Kolossal – einfach Klasse! Geht da hin!“

Douglas Welbat
(Produzent, Schauspieler, Regisseur)